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So beendest du ein Anschreiben: überzeugende Schlussformulierungen

So beenden Sie Ihr Anschreiben: Schlusszeilen, die wirken

Der Schluss Ihres Anschreibens ist Ihre letzte Gelegenheit, Interesse zu zeigen und den nächsten Schritt anzusprechen. Er sollte selbstbewusst, freundlich und konkret klingen – ohne zu drängen oder die Bewerbung mit Floskeln abzurunden. Mit einem passenden Schlussabsatz und einer professionellen Grußformel hinterlassen Sie einen klaren letzten Eindruck.

Was ein guter Schlussabsatz leisten sollte

Ein starker Schlussabsatz fasst nicht den ganzen Brief noch einmal zusammen. Stattdessen zeigt er, dass Sie an einem Gespräch interessiert sind, und macht deutlich, wie es weitergehen kann. Halten Sie ihn knapp: Zwei bis vier Sätze reichen meist aus.

Ein guter Schluss kann drei Elemente enthalten:

  • Interesse: Bestätigen Sie, dass Sie sich auf die Stelle freuen oder gern mehr über die Aufgabe erfahren möchten.
  • Beitrag: Verknüpfen Sie Ihr Interesse mit einem konkreten Aspekt Ihrer Erfahrung oder Motivation.
  • Nächster Schritt: Bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Zum Beispiel:

> Die Verbindung aus Kundenkontakt und sorgfältiger Organisation spricht mich besonders an. Gern erläutere ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch, wie ich meine Erfahrung in der Terminplanung und im Umgang mit Anfragen einbringen kann. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Der Absatz wirkt, weil er auf die Stelle Bezug nimmt und nicht nur allgemein um eine Einladung bittet. Achten Sie darauf, keine Fähigkeiten zu nennen, die Sie im Anschreiben nicht belegt haben.

Schlusszeilen für verschiedene Situationen

Nicht jede Bewerbung braucht denselben Ton. Passen Sie Ihren Schluss an Ihre Erfahrung, die Stelle und den bisherigen Kontakt an.

Wenn Sie viel relevante Erfahrung mitbringen

Stellen Sie den möglichen Beitrag in den Vordergrund, ohne einen Erfolg zu versprechen, den Sie nicht sicher leisten können.

> Meine Erfahrung in der Koordination bereichsübergreifender Projekte möchte ich gern in Ihr Team einbringen. Im Gespräch erläutere ich Ihnen, wie ich dabei Prioritäten setze und Abläufe verlässlich nachhalte. Ich freue mich darauf, mehr über Ihre Erwartungen an die Position zu erfahren.

Wenn Sie am Anfang Ihrer Laufbahn stehen

Fehlende Berufserfahrung müssen Sie nicht entschuldigen. Betonen Sie stattdessen Ihre passenden Kenntnisse, Lernbereitschaft oder praktische Erfahrung aus Studium, Ausbildung oder Ehrenamt.

> Im Studium habe ich gelernt, Informationen sorgfältig auszuwerten und Ergebnisse verständlich aufzubereiten. Diese Kenntnisse möchte ich nun in der ausgeschriebenen Position praktisch vertiefen. Über die Einladung zu einem Gespräch freue ich mich.

Wenn Sie sich initiativ bewerben

Da es keine konkrete Stellenausschreibung gibt, sollten Sie Ihr Interesse an einem passenden Einsatzgebiet nennen und offen für ein Gespräch bleiben.

> Besonders interessieren mich Aufgaben an der Schnittstelle von Kommunikation und Organisation. Gern bespreche ich mit Ihnen, in welchem Bereich meine Erfahrung für Ihr Haus besonders nützlich sein könnte. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Wenn Sie bereits Kontakt hatten

Beziehen Sie sich kurz auf das Gespräch oder den Austausch, sofern das für die Empfängerin oder den Empfänger nachvollziehbar ist.

> Vielen Dank für das freundliche Telefonat. Die beschriebenen Aufgaben in der Veranstaltungsplanung haben mein Interesse an der Position weiter verstärkt. Gern erläutere ich Ihnen im persönlichen Gespräch, wie meine bisherige Erfahrung dazu passt.

Wenn Sie eine besondere Anforderung erfüllen

Greifen Sie eine konkrete Voraussetzung der Stelle auf, etwa eine bestimmte Qualifikation, Verfügbarkeit oder Sprachkenntnis. Bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie es, den Lebenslauf zu wiederholen.

> Die geforderte Erfahrung im Erstellen verständlicher Dokumentationen bringe ich aus meiner bisherigen Tätigkeit mit. Gern zeige ich Ihnen im Gespräch, wie ich Inhalte zielgruppengerecht aufbereite. Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Formulierungen, die selbstbewusst und freundlich klingen

Der Ton sollte zu Ihrer Persönlichkeit passen, aber auch zum Stil der Bewerbung. Eine klare, höfliche Formulierung wirkt in der Regel besser als eine besonders ausgefallene Schlusszeile.

Passende Formulierungen sind zum Beispiel:

  • „Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.“
  • „Gern erläutere ich Ihnen meine Motivation und Qualifikationen in einem Gespräch.“
  • „Ich freue mich darauf, mehr über die Aufgaben und das Team zu erfahren.“
  • „Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.“
  • „Gern bespreche ich mit Ihnen, wie ich meine Erfahrung in der Position einbringen kann.“

Seien Sie bei festen Zusagen vorsichtig. „Ich freue mich auf unser Gespräch“ kann so klingen, als sei ein Termin bereits vereinbart. Wenn noch keine Einladung vorliegt, ist „Ich freue mich über die Möglichkeit zu einem Gespräch“ eindeutiger.

Auch eine Gehalts- oder Eintrittsangabe muss nicht automatisch in den letzten Satz. Falls die Bewerbung diese Informationen verlangt, nennen Sie sie sachlich und gut auffindbar. Zum Beispiel:

> Meine Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Monatsende. Meine Gehaltsvorstellung teile ich Ihnen gern wie gewünscht im Bewerbungsformular mit. Über die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

Vermeiden Sie Druck, etwa „Ich erwarte Ihre baldige Rückmeldung“, und übertriebene Unterwürfigkeit wie „Ich hoffe, dass ich vielleicht eine Chance bekomme“. Beides lenkt vom Angebot ab, das Sie machen.

Die passende Grußformel und Unterschrift

Nach dem Schlussabsatz steht eine eigene Grußformel. In einer formellen Bewerbung ist „Mit freundlichen Grüßen“ eine sichere und professionelle Wahl. Darunter folgt Ihr Name. Bei einer digitalen Bewerbung können Sie Ihren getippten Namen verwenden; eine eingescannte Unterschrift ist meist nicht nötig.

Beispiel:

> Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

>

> Mit freundlichen Grüßen

> Vorname Nachname

Wenn Sie mit der Ansprechperson bereits in einem lockeren, persönlichen Austausch waren, kann „Freundliche Grüße“ passen. „Viele Grüße“ wirkt informeller und sollte nur gewählt werden, wenn der Ton der Kommunikation das nahelegt. Vermeiden Sie sehr vertraute Grußformeln, wenn Sie die Person nicht kennen.

Setzen Sie nach der Grußformel kein Komma. In einem postalischen Anschreiben können Sie zwischen Grußformel und getipptem Namen Platz für Ihre handschriftliche Unterschrift lassen. In einer E-Mail genügt ein übersichtlicher Abschluss mit Namen und gegebenenfalls Kontaktdaten.

Häufige Fehler im letzten Absatz

Ein guter Schluss kann durch unnötige Wiederholungen oder unpassende Formulierungen an Wirkung verlieren. Prüfen Sie deshalb vor dem Versand, ob Ihr Abschluss tatsächlich etwas zum Schreiben beiträgt.

Achten Sie besonders auf diese Punkte:

  • Keine leeren Standardfloskeln: „Ich bin der perfekte Kandidat“ überzeugt ohne Beleg nicht. Sagen Sie lieber, welche Erfahrung zur Aufgabe passt.
  • Nicht um eine Chance bitten: Formulierungen wie „Bitte geben Sie mir die Gelegenheit, mich zu beweisen“ klingen unsicher. Stellen Sie Ihre Qualifikation sachlich dar.
  • Keinen Druck ausüben: Drohungen mit anderen Angeboten oder Forderungen nach sofortiger Rückmeldung sind selten hilfreich.
  • Nicht zu viel wiederholen: Der Schluss soll Interesse und Gesprächsbereitschaft zeigen, nicht alle Argumente des Hauptteils wiederholen.
  • Auf den Stil achten: Ein sehr lockerer Spruch kann in einer formellen Bewerbung fehl am Platz sein.

Lesen Sie den Schluss anschließend laut. Klingt er nach Ihnen? Ist klar, dass Sie an einem Gespräch interessiert sind? Passt die Grußformel zum übrigen Anschreiben? Wenn die Antwort dreimal „Ja“ lautet, ist der Abschluss wahrscheinlich stimmig.

Fazit: Prüfen Sie Ihren Abschluss vor dem Versand

Ein überzeugendes Ende ist kurz, konkret und höflich. Wählen Sie einen Schlussabsatz, der zu Ihrer Bewerbungssituation passt, und schließen Sie mit einer angemessenen Grußformel und Ihrem Namen ab. Prüfen Sie als Nächstes, ob Ihre letzte Zeile Interesse zeigt, ohne Druck auszuüben, und ob sie einen Bezug zur Stelle herstellt. Danach können Sie Ihr Anschreiben gemeinsam mit Lebenslauf und Anlagen noch einmal auf Vollständigkeit und einheitliche Kontaktdaten prüfen – und die Bewerbung abschicken.

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