Lehrer: Karriereleitfaden
Was eine Lehrkraft macht
- Lehrkräfte helfen Schülerinnen und Schülern, Wissen und Fähigkeiten in einem oder mehreren Fächern zu erwerben.
- Sie planen Unterricht, erklären Inhalte, leiten Übungen und passen den Unterricht an unterschiedliche Lernbedürfnisse an.
- Sie beurteilen Aufgaben und Prüfungen, geben Rückmeldungen und dokumentieren Lernfortschritte.
- Zum Beruf gehören auch die Zusammenarbeit mit Familien und Kollegium sowie die Betreuung und Unterstützung der Lernenden.
Ein typischer Arbeitstag
- Unterricht vorbereiten und Materialien zusammenstellen.
- Mehrere Unterrichtsstunden geben und Fragen beantworten.
- Arbeiten korrigieren und Lernfortschritte festhalten.
- Mit Schülerinnen und Schülern, Familien und Kollegium sprechen.
- An Besprechungen teilnehmen oder Unterricht für die kommenden Tage planen.
Der Arbeitstag endet nicht immer mit der letzten Unterrichtsstunde. Vorbereitungen, Korrekturen und Gespräche können zusätzliche Zeit erfordern.
Fähigkeiten, die du brauchst
- Gute Kenntnisse in den Fächern, die du unterrichten möchtest.
- Klare Kommunikation und die Fähigkeit, Inhalte verständlich zu erklären.
- Geduld, Einfühlungsvermögen und ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen Lernenden.
- Organisationstalent und eine verlässliche Vorbereitung.
- Flexibilität, um auf Fragen, verschiedene Lerntempi und unerwartete Situationen zu reagieren.
- Bereitschaft, dazuzulernen und den eigenen Unterricht weiterzuentwickeln.
Wie du Lehrkraft wirst
Ausbildung
Der übliche Weg führt über ein Lehramtsstudium oder eine vergleichbare Ausbildung. Welche Fächer, Studiengänge und Praxisanteile erforderlich sind, hängt vom Land, der Schulform und dem angestrebten Unterrichtsfach ab.
Zertifizierungen und Zulassung
In vielen Regionen brauchst du eine staatliche Lehrbefähigung oder eine andere offizielle Zulassung. Häufig gehören dazu praktische Unterrichtserfahrung und Prüfungen. Informiere dich bei den zuständigen Bildungsstellen über die Vorgaben an deinem Wohnort.
Einstiegswege
- Ein Lehramtsstudium mit anschließender pädagogischer Praxis und Prüfung.
- Ein Quereinstieg, wenn du bereits einen passenden Hochschulabschluss oder Berufserfahrung mitbringst.
- Eine Tätigkeit als Vertretungs- oder Assistenzkraft, um den Schulalltag kennenzulernen.
Die Voraussetzungen für Quereinstieg und Vertretung unterscheiden sich je nach Region und Schule.
Karriereweg
Ein typischer Weg kann so aussehen:
- Einstieg als Lehrkraft nach Ausbildung, Praxis und Zulassung.
- Aufbau von Erfahrung im Unterricht und in der Betreuung von Lernenden.
- Übernahme zusätzlicher Aufgaben, zum Beispiel in der Fachkoordination oder Unterrichtsentwicklung.
- Wechsel in Leitungsaufgaben, etwa in die Schulleitung, oder in Beratung, Fortbildung und Bildungsverwaltung.
Nicht jede Lehrkraft strebt eine Leitungsrolle an. Viele entwickeln sich durch fachliche Spezialisierung oder zusätzliche Aufgaben weiter.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf könnte zu dir passen, wenn du gern Wissen vermittelst, mit jungen Menschen arbeitest und dich auf unterschiedliche Bedürfnisse einstellen kannst. Hilfreich ist auch, wenn du Unterricht gern planst und sowohl selbstständig als auch im Team arbeitest.
Bedenke, dass neben dem Unterrichten auch Vorbereitung, Korrekturen und Gespräche anfallen. Überlege, ob dir diese Aufgaben liegen und ob du mit den Anforderungen des Schulalltags gut umgehen kannst.
Aktuelle Gehaltsangaben findest du im Gehaltsratgeber.
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